DAS IST SNIPERGHOST WARRIOR

EIN SNIPERGAME DER EXTRKLASSE ES HAT HOHE GRAFIK UND IST ECHT SUPER

Sie kriechen und schlängeln sich durch den Dschungel, liegen stundenlang im Matsch rum und ihre Hauptbeschäftigung ist eigentlich das Warten... Warten auf den richtigen Ort, die richtige Zeit und speziell auf die richtigen Feinde und das Warten, bis man Ihnen endlich eine Prise Blei entgegenballern darf. Was der (Anti-)Kriegsfilm Jarhead als dröge Wüstengeschichte verkauft, in der die beiden Protagonisten verrückt werden, weil sie trotz Konditionierung und Militarisierung keinen Schuss abgeben dürfen, können Konsolenspieler nun endlich nachspielen! Langes Warten und langweiliges „durchs hohe Gras kriechen“ inklusive.

„One Shot... One Kill!“ Das sagt einem schon das Cover auf der Rückseite. In Sniper: Ghost Warrior spielt man abwechselnd zwei Mitglieder einer Spezialeinheit, die im schönen Inselstaat Trueno den brutalen Militärapparat des gebrochen Landes mit viel Waffengewalt abschaffen sollen. Seit dem Sturz der demokratischen Regierung ist das Leben nämlich nicht leicht im Inselparadies, Drogenbarone und allen voran Militär-Diktator Manuel Vasquez unterdrücken die Bevölkerung nämlich wo es geht. Von einer fiktiven Weltregierung werden wir also geschickt, um den (fiktiven) Kleinstaat wieder rauszuputzen und von Krieg und Chaos zu befreien – fast schon heldengleich, diese Aufgabe...

Nicht nur für Camper – aber vor allem für solche!

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Anders, als es der Name vermuten lässt, ist Sniper: Ghost Warrior kein reiner Snipertitel, wie es sie sonst zuhauf gibt. Stattdessen übernimmt der Spieler zwei Charaktere, einen richtigen Scharfschützen, der meist weit weg von der Action sein sollte und von guten Positionen aus den Feinden zusetzt und einen Elitesoldaten mit Sturmgewehr, der reingehen muss, wenn’s für den snipernden Kollegen eng wird. Damit ist sind die Ghost Warrior eigentlich KEIN ein ganz normaler First Person Shooter, Sniper: Ghost Warrior IST das realistischste und intensivste Scharfschützenerlebnis. Realismus? Also doch Kriechen und stundenlages Warten?

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Ja, zumindest zum Teil. Einige Snipermissionen laufen nämlich tatsächlich darauf hinaus, dass man möglichst im Liegen um feindliche Positionen herumkriecht, niemandem begegnet und sich schlussendlich im Schneckentempo einen Berg hochzuarbeiten, nur um von dort oben alle abzuknallen, denen man unten begegnet ist. Im Prinzip ist das spannend, von der Umsetzung her aber so gut ins Spiel gebracht, dass es spätestens nach einigen Minuten den kick gibt Schleichen schön und gut, aber muss ich das wirklich eine halbe Stunde machen, bevor ich einen Schuss abgeben darf?!!!JA!!!


Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Als Elitesoldat ändert sich das natürlich schlagartig, das Scharfschützengewehr wird mit einem salvenabgebenden Maschinengewehr ausgetauscht und es geht ab in den Nahkampf. Dabei offenbart sich aber, dass dieser Modus wohl erst spät ins Spiel kam, ein normales Deckungssystem und eingeschränkte Bewegungsfreiheit lässt einen nämlich häufig, vor allem in engen Levelabschnitten, blöd dastehen. Auf einer Ölbohrinsel etwa sollen wir eine Kommunikationsanlage ausschalten; Weil aber Fässer und Rohre einen so engen Levelpfad bilden, dass der Soldat permanent mit der Waffe an die Wand schrammt und sie deshalb hochnehmen muss (und damit nicht schießen kann), stirbt es sich in solchen Abschnitten besonders gern und häufig. 

Wechselhaftes Missionsdesign

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Die Geschichte rund um Sniper: Ghost Warrior ist bestenfalls gut, viel Hintergrundinfos bekommt man nicht, braucht man aber auch nicht. Trotz alledem ist City Interactive ein erstaunlich gutes Missionsdesign gelungen, das selbst den wenigen Inhalt, den das Spiel auf Storyebene bietet, toll verpackt. So konnte uns beispielsweise eine Mission begeistern, in der man zuerst als Sniper alle neuralgischen Wachpositionen ausschaltet, dann als Sturmsoldat die Basis einnimmt und bis zum Schluss der Mission die Rollen immer wieder an zwei unterschiedlichen Punkten der Karte wechselt. Das bringt Dynamik ins Spiel und fesselt emotional an die Protagonisten. Weniger toll: Als Spieler kriegt man Aufgaben per Funk mitgeteilt, hat man nicht zugehört oder die Technik mal wieder einen Aussetzer, steht man gerne mal doof da, ein Logbuch oder ähnliches gibt es nicht.

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Dafür aber sehr wohl Checkpoints auf dem HUD, sodass man sich eigentlich kaum bis gar nicht verlaufen kann. Sie zeigen einem immer den Weg zum nächsten Ziel an, erzeugen aber dahingehend auch streckenweise langweilige Schlauchlevel, die entweder von Schleichpassagen unnötig in die Länge gezogen werden oder von Gegner durchsetzt sind. Ärgerlich: An solchen Stellen versagt häufig die Engine, sodass man beispielsweise Probleme hat über Wurzeln zu steigen oder an unsichtbaren Ecken festhängt. Das soll aber nicht das einzige Problem bleiben..

Technik, die bezaubern will, aber oft nur blendet

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Grafisch macht Sniper: Ghost Warrior auf den ersten Blick ordentlich was her: Grafik, Ausleuchtung und Effekte wirken wirklich hochklassig und bezaubern. Erst bei wirklich ganz genauem Hinsehen fällt auf, dass die Texturen an sich leicht verwaschen wirken und erst durch den Blureffekt so gleißend hell leuchten. Insgesamt erinnert das Inselsetting teilweise an Far Cry und gefällt uns sehr gut. Wenn da eben nicht die erwähnten Glitches wären, etwa dass gegnerische Gewehre teilweise durch das Mauerwerk ragen können, man sie aber selbst nicht aufs Korn nehmen kann. Vor allem aber einige physikalische Fehler regen auf. Warum etwa gibt es so oft unsichtbare Mauern in Sniper: Ghost Warrior? Warum kann ich über eine nur Millimeter hohe Stufe nicht kriechen, sondern muss aufrecht gehen oder gar springen? Und überhaupt, wie kann es geschehen, dass man in den relativ weitläufigen Waldgebieten in Sträuchern oder Gestrüpp hängen bleibt und dann das Level neustarten muss? 

Sniper: Ghost Warrior - Review - Test
Sniper: Ghost Warrior
Auch der angestrebte Grad an Realismus ist eigentlich ein Blender. Zielt man ganz genau auf den Kopf eines Gegners, geht die Kamera in eine Bullet Time über, verfolgt die Kugel auf ihrem Weg und zeigt schlussendlich das im Headshot mündende Finale – ein wenig blutig, aber Sniper: Ghost Warrior ist eh nur Erwachsenenkost. Als Zielhilfe fungiert im Snipermodus übrigens eine Windanzeige und die Einblendung des Pulses, die Flugbahn muss man sich dann (im schwierigsten Modus) selbst „errechnen“. Der Realismus geht aber schnell flöten, in den ersten beiden Schwierigkeitsgraden zeigt ein roter Kreis an, wo die Kugel landen wird. Und wenn man zielsicher auf den Kopf zielt und im richtigen Moment den Trigger zieht, so wechselt die Kamera von der FP-Sicht in eine 3rd Person-Kugelverfolgungskamera, jeder Schuss ist dann ein hundertprozentiger Treffer, selbst wenn der Wind noch ein Wörtchen mitzureden gehabt hätte.Na ja aber ist egal ,ein gutes SPIEL


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